Institut für Bildungsconsulting

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Vorhaben

Das Institut für Bildungsconsulting (IfB) baut darauf auf, das Engagement zwischen Gemeinschaft (Praxis) und Hochschule (Forschung) zu fördern und somit Möglichkeiten zu erschaffen mit (sehr) unterschiedlichen Ressourcen zur Lösung schwieriger Probleme beizutragen. Hierbei kann neues Wissen entstehen, welches auf praktischen Erfahrungen beruht, und Innovationen in der Praxis begünstigen kann. Mit „Praxis“ sind in diesem Zusammenhang die Aktivitäten gemeint, mit denen zivilgesellschaftliche Akteure Strategien zur Erfüllung ihrer Aufgaben umsetzen. „Forschung“ bezieht sich auf systematische Anstrengungen zur Entwicklung und Formalisierung neuen Wissens (Tandon et al., 2016).

Das IfB verwendet zur Erreichung seiner Ziele den Ansatz des Community-Based Research (CBR). In ihrer weit anerkannten Literaturstudie zu CBR haben Israel et al. (1998) dreizehn Gründe für die Umsetzung dieses Ansatzes gefunden. Flicker et al. (2008) haben diese dann in drei Oberkategorien unterteilt: i) CBR kann Forschungsprozesse und -ergebnisse bereichern (z.B. die Qualität und Validität der Forschung verbessern, indem lokales Wissen und lokale Theorie einbezogen werden); ii) CBR kann eine Gemeindeentwicklungsstrategie sein (z.B. Aufbau von Kapazitäten, Mobilisierung von Gruppen und Bereitstellung der Möglichkeit zusätzlicher Mittel und möglicher Beschäftigungsmöglichkeiten für Akteure aus der Zivilgesellschaft); und iii) CBR kann die Beziehungen zwischen Gesellschaft und Hochschule verbessern (z.B. durch Vertrauensbildung und Zusammenführung von Partnern mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen). Durch diesen gewählten Ansatz trägt das IfB somit zu einer Demokratisierung der Forschung bei (Stringer, 2013), wobei  wahrgenommene und vermeintlich traditionelle Grenzen zwischen „Praxis“ und „Forschung“ aufgelöst werden, und die Zivilgesellschaft vollständig in den Forschungsprozess mit einbezogen wird.

Transfermodell

Hochschulen kommt als Bildungs- und Forschungseinrichtungen die Verantwortung zu, Kompetenzen zu vermitteln und innovativ auszubauen. In diesem Rahmen wird oft darauf verwiesen, dass sich Hochschulen zunehmend als gesellschaftliche Akteure begreifen, die Bedürfnisse externer Anspruchsgruppen aufgreifen und gemeinschaftlich mit diesen bearbeiten (z.B. Jason & Glenwick, 2016).

In einem breiteren Kontext wird darauf verwiesen, dass die Schnittstelle von Grundlagenforschung, Innovation und gesellschaftlichem Engagement für Hochschulen zunehmend an Bedeutung gewonnen hat (de La Torre et al., 2018). Universitäten und andere Bildungseinrichtungen sind vermehrt aufgerufen, die Ergebnisse ihrer ersten (Lehre) und zweiten Mission (Forschung) zu nutzen, um zur Lösung der wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen, vor denen die (lokale) Gemeinschaft steht (Pinheiro et al., 2015; Schober et al., 2016). Diese Art der Aktivitäten wird auch als dritte Mission (Third Mission) bezeichnet und beinhaltet die aktive Übernahme von Verantwortung (Europäische Kommission, 2011) und ein soziales Engagement mit der umgebenden Gesellschaft (Piirainen et al., 2016), welche über die beiden traditionellen Aufgaben der Universitäten hinausgehen (Laredo, 2007).

Hierbei wird von den Universitäten erwartet, dass sie eine aktivere Rolle in der regionalen und nationalen Entwicklung übernehmen (Havas et al., 2010). Dieser bidirektionale Austausch findet häufig über Aktivitäten statt, die dem Prinzip des Community-Based Research (CBR) folgen. Die weitesten Definitionen von CBR positionieren ihn als Forschung, die in der Gemeinschaft verwurzelt ist, den Interessen der Gemeinschaft dient, die Bürgerbeteiligung fördert und darauf ausgerichtet ist, sozialen Wandel zu bewirken (Flicker et al., 2008).

 

Das Institut für Bildungsconsulting (IfB) sieht seine Kernaufgabe darin einen bedeutenden Beitrag zum bilateralen Transfer von Bildung und Wissen von und in die Gesellschaft zu leisten (Pinheiro et al., 2015; Schober et al., 2016).

Das IfB ist hierbei als Querschnittsbereich in der Hochschule verankert und koordiniert und begleitet CBR Projekte. CBR bedeutet in diesem Rahmen, dass die Hochschule die Forschungsfragen für Projekte direkt von den Partnern aus der Zivilgesellschaft bezieht, während die Ergebnisse in unterschiedlichen Formen wieder direkt in die Gesellschaft einfließen (Driscoll, 2008).

Ziel ist es, dort Bildungsangebote zu etablieren, wo das formale Bildungssystem endet. Die entstandenen Lösungsansätze sollen hierbei insbesondere auch jene Zielgruppe fördern, die weniger Chancen und Ressourcen für Bildung hat als etwa bürgerliche Kreise (Europäische Kommission, 2011). Die Community-Partner sind somit gleichwertige Projekt-Akteure und zugleich Stellvertreter der Zivilgesellschaft, Untersuchungsgegenstand und übergeordnete Zielgruppe der CBR-Projekte. Das IfB greift somit die drei Oberkategorien nach Flicker et al. (2008) von CBR auf: i) einbeziehen von lokalem Wissen um die Validität der Resultate zu verbessern; ii) durch die Zusammenarbeit wird der Aufbau von Kapazitäten in der Zivilgesellschaft gefördert; iii) die gleichberechtigte Zusammenführung von Partnern kann die vermeintliche „Außenseiter“-Rolle der Hochschule verringern und somit die Zusammenarbeit zwischen „Praxis“ und „Forschung“ demokratisieren (Stringer, 2013).

Themen

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